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Authentizität statt Perfektion



 

... und wieso es sich nie lohnt eine Maske zu tragen ;)


PERFEKTION gibt es nicht. Zu dieser Erkenntnis kam ich durch viele Erlebnisse in meinem Leben. Vor Allem als Sängerin merkte ich bereits im Alter von 3 Jahren was "die Welt" und "die Bühne" und letztlich ich selbst, von mir erwartet: perfektes Aussehen, perfektes Benehmen und nicht zuletzt, perfekten Gesang.



Also war ich immer freundlich und nett zu Allen und Jedem, lief gesellschaftlich auf EIERSCHALEN, feilte an meinen Fähigkeiten, machte Sport und aß auch mal nichts und dann wieder zuviel, sang wie der Teufel und war SEHR streng mit mir. Ich war „Everybody's Darling", ein erfolgreicher Mensch: Ich hatte alles "richtig" gemacht und die ganze Welt APPLAUDIERTE mir… UND:


Ich war alles andere als ICH SELBST.

Mir wurde klar dass mich dieser Druck, den ich mir letzten Endes selbst auferlege, auslaugt, verschleißt und krank macht; und das meine ich im physischen UND psychischen Sinne. Dazu kamen noch andere Lebensumstände wie z.B. Beziehungsprobleme und die Katastrophe war perfekt: Mein Energielevel war auf einem Tiefpunkt. Ich bekam depressive Zustände, kam nicht aus dem Bett, verlor komplett die Lust zu Auftritten zu fahren, geschweige denn mich zu schminken oder gar Songs zu lernen.

Ich leugne nicht dass mich diese "GEWALT" gegen mich selbst ein Stück weit gebracht hat. Aber sie hatte ihren Preis. Ich erkannte dass sie niemals der Motor sein konnte, der mich ein Leben lang motivieren und tragen würde. Wenn der Preis für Erfolg ist, dass ich nach Außen perfekt wirke und innen kaputt bin, dann wollte ich ihn nicht.

Eines Tages kam ich von einem Gig nach Hause und konnte nicht mehr. Ich wollte keine Bühne, nicht lächeln müssen auch wenn es mir gerade schlecht geht, keine Schminke, kein Bussi Bussi, keine Gespräche führen die mich nicht interessierten und nicht meine ehrliche Meinung für mich behalten müssen. Ich nahm mir eine Auszeit: 3 Monate ohne Gigs, Menschen, Erwartungen. Ich musste alleine sein… nachdenken, in mich gehen.


Ich fand heraus dass sich das PERFEKT - SEIN - MÜSSEN nicht nur auf meinen Beruf auswirkte, sondern in alle Bereiche meines Lebens eingriff und wie ein Monster mit langen Klauen sämtliche Energie stahl und mein Denken vergiftete. Wenn man glaubt man ist NICHT GUT SO WIE MAN IST, dann versucht man jemand anders zu sein; perfekt zu sein, die Erwartungen der anderen zu erfüllen, deren Lebensweise zu kopieren und deren Regeln zu befolgen. Man hungert nach Anerkennung und sucht verzweifelt nach einer Orientierung. Man versteckt sich hinter einem Lächeln, einer Notlüge, einem Menschen. Man ist ständig auf der Suche nach sich selbst denn man ist sich SEINER SELBST ganz und gar NICHT BEWUSST und so gibt man sich mit Dingen und Menschen zufrieden, die sehr weit weg von dem Anspruch sind, den man eigentlich an sich selbst hat. Man senkt seinen Standard weit herab und versucht sich in eine Form zu zwängen, die einem nicht entspricht. Und weil man nicht gut ist wie man ist, wird einen bestimmt auch niemand mögen, wenn man sein WAHRES GESICHT zeigt.


Da ich mir aber nie wirklich erlaubte hatte ich selbst zu sein, zog ich auch nur Menschen in mein Leben, die nur mein FALSCHES SELBST mochten.

Somit bekam ich auch FALSCHE BEZIEHUNGEN und falsche Freunde; Menschen die in Wirklichkeit gar nicht zu mir passten. Sobald ich dann ein bißchen etwas von dem WAHREN SELBST durchblicken ließ, waren meine Beziehungspartner z.B. sofort abgeschreckt und gaben mir ziemlich schnell zu verstehen, dass ich nicht gut bin wie ich bin. Der Teufelskreis schloss sich. Da war meine Bestätigung: NICHT GUT GENUG. Der Schmerz der SELBSTVERLEUGNUNG flammte von Neuem auf und wurde von Mal zu Mal schlimmer. So etwas könnte man auch als SELF FULLFILLING PROPHECY bezeichnen.

Eines Tages kann man diese Maskerade nicht mehr aufrechterhalten. Und das ist gut so.

Denn das war der Punkt an dem ich verstanden hatte, dass ich nichts Gutes dafür bekomme, mich zu verstellen. Und das war auch der Zeitpunkt an dem ich MICH fand.


PERFEKTION bedeutet NICHT dass ich alles „richtig“ machen muss denn egal was ich tue, es wird immer Menschen und Umstände geben die der Meinung sind dass ich etwas „falsch“ mache. Auf der Reise meiner Selbstfindung habe ich manche Menschen verloren, so manche haben sich von mir abgewandt, manche sind geblieben, manche haben mich wiedergefunden. Das ist aber im Grunde nicht die Frage. Das einzig ausschlaggebende ist, was ich von mir selbst halte… Ich habe PERFEKTION gegen AUTHENTIZITÄT eingetauscht weil es ohnehin unmöglich ist auf Dauer etwas oder jemanden zu spielen, der ich im tiefsten Inneren nicht bin.


Mittlerweile sehe ich morgens in den Spiegel und liebe die Frau, die mich zu einem unperfekt, perfektem INDIVIDUUM macht, dass durch seine Ecken und Kanten zu etwas Besonderem wird und der Welt weitaus mehr WAHRHEIT, LIEBE und INSPIRATION geben kann, als das FALSCHE ICH es jemals könnte.


<3 Kolinda Groe


 

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